Auf dem Klingelschild an unserem Haus steht „Krebs“, auf dem Briefkasten auch. Schlicht und schnörkellos, allerdings haben sich meine Frau und ich bei der Hausnummer eine Extravaganz geleistet: Die Zahl „16“ prangt nicht in Ziffern., sondern als Wort in Schönschrift an der Schlumpf-blauen Fassade (die Farbe kommt daher, dass … aber das ist eine andere Geschichte). Unsere beiden Söhne finden jedenfalls ebenso wenig Erwähnung wie unsere Vornamen oder der Titel „Familie“. Manchmal fühlen wir uns deshalb schlecht und schuldig.
Kategorie: Glossen und Beobachtungen
Hier frönt Bernhard Krebs seinem vorlauten Mundwerk und dem Faible für Glossen. Dazu gehören humorvolle Beobachtungen, originelle Perspektiven und immer neue Geschichten.
Als die Familie noch gemeinsam Fernsehen schaute, Teil 1
Ich bin kein großer Freund der „Früher war alles viel besser“-Attitüde. Mit einer Ausnahme: Es waren bessere Zeiten, als es im Fernsehen nur drei Programme gab und die Fernbedienung noch nicht erfunden worden war. Genau: Ich bin Jahrgang 1964.
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So schlimm war es noch nie!
Lauter Deppen! Nur noch Idioten unterwegs?! Man sollte sie allesamt einsperren! Habt Ihr den Schuss nicht gehört!? Ich habe es schon immer gesagt!
Ich verlaufe mich oft und gerne
„Umwege erhöhen die Ortskenntnis“, gehört zu den Lebensweisheiten, die oft zitiert werden, aber keinen Ursprung haben. Außerdem heißt ein Roman von Markus Seidel so, der seit vielen Jahren ungelesen in meinem Bücherregal steht. Ich hatte ihn gekauft, weil mir der Titel gefällt, vielleicht interessiert mich auch irgendwann der auf der Rückseite beworbene Inhalt.
Typen, Geschichten, Beobachtungen und Glossen von Bernhard Krebs in einem Buch
Eine kleine Fibel „Gemeinderat“, Teil 2
Kasperltheater, Kindergarten und Tollhaus sind wenig originelle, aber gerne benutzte Bezeichnungen, mit denen seit jeher Gemeinderat, Marktgemeinderat oder Stadtrat tituliert werden, sollte hier die Tradition des demokratischen Streits gepflegt werden. Früher hörte man das „Kasperltheater“ überm Gartenzaun und den „Kindergarten“ auf dem Marktplatz, heute sind sie inflationär in den Sozialen Medien anzutreffen, wenn der Reflex der Empörung das kollektive Kopfschütteln auslöst.
Eine kleine Fibel „Gemeinderat“, Teil 1
Gemeinderat, Marktgemeinderat oder Stadtrat – es ist immer das Gleiche und hat nur deshalb verschiedene Namen, weil das eine Mal die Gemeinde eine Stadt ist und das andere Mal nicht. Ich selbst bin Mitglied in einem Stadtrat, Mitglied einer Fraktion der Partei …. aber darum geht es im Folgenden eigentlich nicht, denn was einen Stadtrat formal beschreibt, steht in sehr vielen einschlägigen Fachbüchern. Das hier ist kein Fachbuch, wahr ist es trotzdem.
Frauentypen: Die „Aufgesetzte“
Wenn ich meine Ruhe haben will, kann ich – egal, wo ich mich gerade aufhalte – sehr gut abschalten. Außer ich sitze neben Frau Doll. Es gibt einige Frau Dolls, die meisten von ihnen sind zwischen 35 und 55 Jahre alt und nicht selten blond. Oder rothaarig. Oder brünett. Gerne gefärbt.
Über das langsame Kompostieren im Homeoffice
Allein, allein, ich bin allein. So ungeheuer allein. Heute in aller Früh rief ich noch „Ich will raus, endlich raus!“, wenige Stunden später denke ich mir: „Dazu müsste ich aber aufstehen und mich anziehen“. Zwei gute Gegenargumente, wie ich gerade finde – und während ich träge auf das nächste virtuelle Meeting via Teams warte. Oder war es via Zoom?
Über Videokonferenzen oder: Wer hat das Mikrofon noch an?
Zoom, Teams, WhatsApp, Messenger, WhatsApp, Skype, Discord und täglich werden es mehr. Wer mit verschiedenen Kunden zu tun hat, zudem ehrenamtlich engagiert ist und sich über Familie im fernen Ausland und einen aktiven Freundeskreis freut, der kennt sie früher oder später (fast) alle: Die Systeme und Online-Dienste für Instant Messaging, Chat, Sprachkonferenzen und Videokonferenzen.
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