Ein mir nicht unbekanntes Unternehmen, dessen wackere Crew durch manch schweren Sturm manövrierte und selbst Wirtschaftskrisen laut und mutig ins kapitalistische Gesicht spuckte, erlebt gerade eine nie da gewesene Krise, weil: Die Personalabteilung beschloss, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue Visitenkarten aufzulegen.
Schlagwort: Job
Freigabe erteilt
Für Werner, den besten Texter unter meinen Chefs, der mich nie korrigierte, obwohl ihm sicher nicht alles gefiel.
Es kann ein durchdachtes Konzept, ein mühsam gestricktes Projekt, eine kunstvoll gestaltete Broschüre, einfach nur ein hübsches Logo oder ein banaler Text sein: Angestellte oder Freiberufler, die ihr Tagwerk erst mit dem Segen des Chefs oder Kunden zum Abschluss bringen können, haben für die angeblich „flachen Hierarchien“ oder die gönnerhaften „Das-machen-Sie-schon-Freiheiten“ bestenfalls ein verzweifeltes Lachen übrig.
Zum ersten Mal auf einer Tagung
Einen Kongress, Workshop oder eine Tagung zum wiederholten Mal zu besuchen, ist leicht. Ebenso wie die Teilnahme an solch einer Veranstaltung, wenn man bereits einige Teilnehmer, idealerweise sogar Teilnehmerinnen (Frauen sind definitiv fürsorglicher) kennt. Anders allerdings gestaltet sich die unbedarfte Premiere auf einer Tagung – und noch schlimmer, wenn man der einzige ohne bereits vorhandene Kontakte ist.
Ich fotografiere, also bin ich.
Ob auf Betriebsfeiern oder in Operationssälen: Sobald ich mit meinem Fotoapparat erscheine, schlägt mir unverhohlene Abneigung entgegen. Noch vor dem Gruß wird mir vielstimmig ein „Mich fotografieren Sie nicht!“ entgegengeschleudert, manch eine (und ja, es sind meistens die Damen) flüchtet sogar in höchst dramatischer Pose.
Eine Stellenanzeige
Ich möchte heute über Heiratsanzeigen reden. Zumindest am Anfang, denn eigentlich bin ich einer ausgesprochen absurden Spielerei im Business auf der Spur, welches jeglichen Realitätssinn entbehrt. Kommen wir also zu Heiratsanzeigen, wo die Prinzessin ihren Prinzen oder auch umgekehrt sucht – und beide ganz schnell und ziemlich brutal auf den Boden der Tatsachen geschleudert werden.
