Um den Rahmen folgender Betrachtungen zu fixieren, möchte ich darauf hinweisen, dass sich mein Erfahrungsschatz vor allem auf die Münchner S-Bahn beschränkt und ich dabei die sehr heimeligen Fahrten mit einer Straßenbahn außen vorlasse.
Schlagwort: Alltagsgeschichte
Ich schau dir in die Augen, Kleines!
Für Gerhard Ferstl, den Optiker meines Vertrauens, und seine wunderbare Gattin Alexandra, die nicht weiß, wie gut sie schreibt.
Ich höre gut, ich rieche sehr intensiv, ich taste und spüre leidenschaftlich, und ich schaue sehr gerne. Was heißt: Was die Sinne angeht, habe ich grundsätzlich keine Vorlieben, allerdings kann je nach Situation ein Sinn über den anderen dominieren.
Gedanken zur schlaflosen Fastenzeit
Ich schreibe diese Zeilen an einem Donnerstag um 3 Uhr nachts. Ich kann nicht schlafen, weil: Ich habe Hunger. Riesigen Hunger. Und Durst. Gestern war Aschermittwoch und wie jedes Jahr beabsichtige, die Fastenzeit ernst zu nehmen und mich in Verzicht zu üben.
50 Euro gehen ihren Weg
Jetzt sagen Sie mal: Wo ist das Geld geblieben? Ihres, meines, seines, eures, unseres?
Und über was sprechen Sie?
Als ich kürzlich in einer Diskussionsrunde mal wieder so richtig in Fahrt war und angesichts der Fülle meiner Argumente keinen ausreden ließ (ich wusste eh, was die anderen sagen würden), meinte ein guter Bekannter, der bei solchen Gelegenheiten gerne still dem Wettstreit der Worte und Meinungen folgt, wohlmeinend zu mir: „Zuhören ist nicht unbedingt deine Leidenschaft.“ Er hätte statt „Leidenschaft“ auch das Wörtchen „Stärke“ verwenden können, es hätte noch besser gepasst.
Wir sind keine Helden.
Früher war alles viel besser. Seit dem großen griechischen Philosophen Platon – es ist also schon ein paar Jahre her – gibt es den Mythos vom sogenannten „Goldenen Zeitalter“, der die vergangene Generation verklärt. Das erst Spannende, dann zunehmend Lächerliche dabei: Seitdem macht dies jede Generation mit der vorherigen.
Geschwindigkeit … ist vor allem relativ
Ich brüste mich gerne damit, dass ich an der Schule meine Facharbeit über die Relativitätstheorie von Einstein verfasst habe. Das ist allerdings 40 Jahre her. Dass ich das Vordiplom in Allgemeiner Physik in der Tasche habe – auch damit gebe ich gerne an. Und auch das ist angesichts der 4.0 in Mathe wenig rühmlich und 37 Jahre her. Was ich aber seitdem weiß und auf alle Lebensbereiche anwende:
Wie geht´s?
Zu den Stereotypen moderner Kommunikation gehört das gedankenlos hingeworfene „Wie geht´s?“, sobald ein Mensch den anderen trifft. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass hinter dieser Frage nur selten echtes Interesse am Befinden des anderen steckt, entsprechend wenig einfallsreich und überraschend ist in der Regel die Antwort darauf. Ein „Gut.“, wahlweise ein „Passt schon.“ oder das von mir gerne verwendete „Man kämpft sich durch.“ zeugen davon, dass man sich bewusst ist, dass der Fragende meist nichts wissen will … aber eine Menge selbst zu erzählen hat.
Eine Frage der Perspektive: faul oder nicht.
Ein Eingeständnis, das die meisten Menschen, die mich kennen, nicht überraschen wird: Ich bin eine lebendig gewordene Provokation. Einer, der von Natur aus widerborstig und gerne unabhängig ist, und der sein renitentes Wesen pflegt, wenn ihn der Erziehungsauftrag anderer einholt. Ich will gar nicht abstreiten, dass mich hin und wieder die Bosheit dazu treibt, meist aber ist meine Ignoranz nicht gegen einen anderen gerichtet, sondern einfach nur mit mir selbst beschäftigt.
Die Geometrie, die Statik und die Säulen einer Familie
Nein, ich schreibe nicht von Familienaufstellung, einfach aus dem Grund: Ich kenne mich hier nicht aus.
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