Ich schau dir in die Augen, Kleines!

Für Gerhard Ferstl, den Optiker meines Vertrauens, und seine wunderbare Gattin Alexandra, die nicht weiß, wie gut sie schreibt.

Ich höre gut, ich rieche sehr intensiv, ich taste und spüre leidenschaftlich, und ich schaue sehr gerne. Was heißt: Was die Sinne angeht, habe ich grundsätzlich keine Vorlieben, allerdings kann je nach Situation ein Sinn über den anderen dominieren.

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Der Titel macht den Manager

Ein mir nicht unbekanntes Unternehmen, dessen wackere Crew durch manch schweren Sturm manövrierte und selbst Wirtschaftskrisen laut und mutig ins kapitalistische Gesicht spuckte, erlebt gerade eine nie da gewesene Krise, weil: Die Personalabteilung beschloss, für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neue Visitenkarten aufzulegen.

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Der Bus hat keine Bremsen

Für Oliver Ehrenreich, meinem Freund. Mit dem ich zwar nie Bus fuhr, der für mich aber der Busfahrer par excellence ist.

Es mag an der fehlenden Beinfreiheit liegen, dass in meiner persönlichen Rangliste aller herkömmlichen Möglichkeiten der Fortbewegung eine Fahrt mit dem Bus an letzter Stelle erscheint. Das Privileg, ganz hinten in der Mitte und damit mit reichlich Platz zu sitzen, genoss ich viel zu selten, ebenso das Glückslos, zwei Sitze einer Reihe mein eigen zu nennen. Und ganz vorne rechts, wo die Beine nach vorne baumeln können – nun, das war einfach viel zu nahe an Busfahrer, Lehrer, Reiseleiter und Streber, also nichts für mich.

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Weihnachtsbrief 2025

In meinem Leben verbrachte ich den Heiligen Abend insgesamt zweimal allein. Das liest sich viel trauriger als es war, denn beide Male war vorher etwas zerbrochen und waren die Abende so ruhig, wie es mir damals guttat. Hemden bügeln statt erklären, Fernsehschauen statt nachdenken, Brotzeit statt Menü, sandeln statt vorbereiten. Aber: Auch an diesen Abenden habe ich nicht auf die Kiste „Weltenburger Dunkel“ verzichtet, die mir mein Vater so viele Jahre als Weihnachtsgeschenk überreicht hatte.

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Freigabe erteilt

Für Werner, den besten Texter unter meinen Chefs, der mich nie korrigierte, obwohl ihm sicher nicht alles gefiel.

Es kann ein durchdachtes Konzept, ein mühsam gestricktes Projekt, eine kunstvoll gestaltete Broschüre, einfach nur ein hübsches Logo oder ein banaler Text sein: Angestellte oder Freiberufler, die ihr Tagwerk erst mit dem Segen des Chefs oder Kunden zum Abschluss bringen können, haben für die angeblich „flachen Hierarchien“ oder die gönnerhaften „Das-machen-Sie-schon-Freiheiten“ bestenfalls ein verzweifeltes Lachen übrig.

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