Die Tänzer in der Gischt

Weil die Eltern arbeiten mussten, hatte sich der Großvater Zeit genommen, um mit seinen beiden Enkelkindern, einem Mädchen und einem Jungen, ans Meer zu fahren. Einen ganzen Tag wollten sie an der Nordsee gemeinsam im Sand buddeln, am Strand und über die Dünen laufen, nach Wattwürmern graben, den Möwen zuwinken, die mitgebrachten belegten Brote und Kuchenstücke essen, Ball spielen und wenn der Wind stark genug sei, auch ihre bunten Drachen steigen lassen.

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Die Glocke und der Gockel

In einem Dorf hing an einem dicken Seil eine große, herrlich anzuschauende Glocke, die ein sehr friedliches Leben führte. Pünktlich läutete sie zur halben und zur vollen Stunde und bestimmte so die Tage der Dorfbewohner. Vor dem Gottesdienst kündigte ihr Läuten den Menschen an, dass sie ihr besten Gewand anziehen sollten, zur Wandlung diente ihr Läuten all jenen als Mahnung, die nicht in der Kirche waren.

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Warum der Kondor einen kahlen Kopf hat

In ganz Peru gab es keinen wie ihn. In Chile und Bolivien auch nicht – und in Argentinien schon gar nicht. Konrad war kein normaler Vogel. Er war nicht einmal ein normaler Kondor. Er war der Urvater aller Kondore und damit der allergrößte und mächtigste Vogel, der jemals über die hohen Berge der südamerikanischen Anden geflogen ist. Mit Flügeln, die von einem Ende zum anderen ganze vier Meter maßen, überflog Konrad die gesamte Gebirgskette von Norden nach Süden und von Osten nach Westen an nur einem einzigen Tag.weiterlesen