Wenn Männer kochen…

Zu meinem jüngsten Geburtstag habe ich von meiner Gattin einen Wok geschenkt bekommen. Ich hatte ihn mir sehnlichst gewünscht. Er passt sehr gut zu meinem japanischen, stets scharfen Messerset, der Pfeffermühle mit Porsche-Mahlwerk, der Knoblauchpresse aus Edelstahl und allerlei anderem nützlichen Kochgeschirr und formschöner Utensilien, die den stimmungsvollen Rahmen meiner brutzelnden und dampfenden Leidenschaft bilden. Ich koche so gerne.

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Es ist wieder einmal Zeit für Wahlen!

Auch wenn ich selbst gerne die Wahl habe, stelle ich mich persönlich ungern zur Wahl. Ich mag nicht andere Leute über mich und mein Gesicht entscheiden lassen – schon als junger Mann mied ich deshalb Diskotheken mit tumben Türstehern. Und dennoch kandidierte ich als Bürgermeister einer Kleinstadt, unterlag sehr, sehr deutlich und hatte sechs Jahre später nichts Besseres zu tun, als mich bei den Kommunalwahlen wieder auf einer Stadtratsliste zu zeigen.

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Eine kleine Fibel „Gemeinderat“, Teil 3: Die besten Antworten auf Floskeln

Bereits im zweiten Teil meiner nicht immer ernst gemeinten Betrachtungen zur Kommunalpolitik im Allgemeinen und zu Gemeindesratssitzungen im Speziellen habe ich am Beispiel des inflationär gebrauchten Satzes „Es geht doch um die Sache.“ versucht zu erklären, dass der „doppelte Boden“ (Ich mag den Begriff „Captain Subtext) einer Wortmeldung sehr häufig das Gegenteil bedeutet.

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Begegnungen mit dem guten Stil – von edlen Rotweinen und mächtigen Pfeffermühlen!

Kürzlich saß ich mit einem Freund zusammen. Der kleine, spontane Umtrunk war eine heitere Angelegenheit – obgleich ich heute zugeben muss, dass sich an diesem Abend einmal mehr dieser kleine giftige Pfeil namens „Neid“ in meine Nebennierenrinde gebohrt hat. Und zwar just in diesem Moment, als der Freund sich mit angeborener Lässigkeit eine echte kubanische Zigarre (deren Name er kannte!!) anzündete.

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My home Is my castle

Auf dem Klingelschild an unserem Haus steht „Krebs“, auf dem Briefkasten auch. Schlicht und schnörkellos, allerdings haben sich meine Frau und ich bei der Hausnummer eine Extravaganz geleistet: Die Zahl „16“ prangt nicht in Ziffern., sondern als Wort in Schönschrift an der Schlumpf-blauen Fassade (die Farbe kommt daher, dass … aber das ist eine andere Geschichte). Unsere beiden Söhne finden jedenfalls ebenso wenig Erwähnung wie unsere Vornamen oder der Titel „Familie“. Manchmal fühlen wir uns deshalb schlecht und schuldig.

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Ich verlaufe mich oft und gerne

„Umwege erhöhen die Ortskenntnis“, gehört zu den Lebensweisheiten, die oft zitiert werden, aber keinen Ursprung haben. Außerdem heißt ein Roman von Markus Seidel so, der seit vielen Jahren ungelesen in meinem Bücherregal steht. Ich hatte ihn gekauft, weil mir der Titel gefällt, vielleicht interessiert mich auch irgendwann der auf der Rückseite beworbene Inhalt.

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Eine kleine Fibel „Gemeinderat“, Teil 2

Kasperltheater, Kindergarten und Tollhaus sind wenig originelle, aber gerne benutzte Bezeichnungen, mit denen seit jeher Gemeinderat, Marktgemeinderat oder Stadtrat tituliert werden, sollte hier die Tradition des demokratischen Streits gepflegt werden. Früher hörte man das „Kasperltheater“ überm Gartenzaun und den „Kindergarten“ auf dem Marktplatz, heute sind sie inflationär in den Sozialen Medien anzutreffen, wenn der Reflex der Empörung das kollektive Kopfschütteln auslöst.

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