Zu den Stereotypen moderner Kommunikation gehört das gedankenlos hingeworfene „Wie geht´s?“, sobald ein Mensch den anderen trifft. Ich behaupte jetzt einfach mal, dass hinter dieser Frage nur selten echtes Interesse am Befinden des anderen steckt, entsprechend wenig einfallsreich und überraschend ist in der Regel die Antwort darauf. Ein „Gut.“, wahlweise ein „Passt schon.“ oder das von mir gerne verwendete „Man kämpft sich durch.“ zeugen davon, dass man sich bewusst ist, dass der Fragende meist nichts wissen will … aber eine Menge selbst zu erzählen hat.
Nicht für die Schule quälst du dich…
Es gibt Nächte, in denen ich schweißgebadet von einem Albtraum aufschrecke, in dem ich in kurzen blauen Turnhosen und im Feinripp-Unterhemd am Reck stehe. Ich bin übergewichtig, links und rechts von mir dienen zwei schmächtige Mitschüler als Unterstützung, die mir dabei helfen sollen, endlich den wuchtigen Körper im „Felgaufschwung“ um die Reckstange zu drehen. Das kann nicht nur sehr schmerzhaft sein, das ist es auch.
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Aber sprich nur ein Wort, so wird meine Seele gesund
Es ist schon ein paar Jahre her, als ein junger Diakon mich bat, im Rahmen einer Andacht und im Vorfeld seiner Priesterweihe und Primiz über meinen persönlichen Glauben zu sprechen. Ich hatte lange überlegt und es dann gerne getan, kürzlich stolperte ich über mein damals abgelegte Glaubenszeugnis. Es gilt für mich auch heute noch.
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Mein Haus, mein Garten – und meine Garage
In meiner Garage stand noch niemals ein Auto. Das liegt auch daran, dass hier zu viele andere Dinge den vorhandenen Platz einnehmen, der eigentliche Grund ist aber: Sie ist zu klein. Es ist nämlich nur eine Ein-Auto-Garage neben unserem Haus. In herkömmlicher Modulbauweise nach DIN-Maßen her- und hingestellt, soll sie nach ihrer ursprünglichen Bestimmung einem Mittelklassewagen und an der Stirnseite einem Regal mit 30 Zentimeter Tiefe Platz bieten.
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Gedanken im verregneten April
Da wir gerade unseren Wallnussbaum umgepflanzt haben, sind wir froh darüber, dass es seit Tagen regnet. Wenn ich allerdings aus dem Fenster schaue, bezweifle ich, ob der Regen den Meisen, Spatzen und Amseln, die offensichtlich gerade mit dem Nestbau beschäftigt sind, ebenfalls Freude bereitet. Zumindest finden sie leichter Würmer. Ich habe dafür die nötige Zeit und Muße, spontane Gedanken in Worte zu fassen:
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Ich wär´ so gern ein stolzer Papa!
… folgende Geschichte ist viel kürzer als die darin beschriebenen Abende.
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Eine sehr kurze Geschichte: Die „Mag ich nicht“-Bande
Sophie mag keinen Sport und trifft auf Lene, die ihre Flöte hasst. Paul ekelt sich vor Tomaten und Lukas hat gar keine Lust zum Lesen. Tom mag keine Fahrradtouren und Lucy verabscheut die Kleidchen, die sie anziehen soll. Und alle zusammen werden dafür jeden Tag von ihren Eltern geschimpft.
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Eins plus eins ist viel mehr als zwei
Ein Bericht von Eltern, die gerade ihr zweites Baby bekommen haben. Es sind die Erfahrungen von nahezu allen Familien in einer solchen Situation, angeblich soll es beim dritten Kind besser werden. Allerdings haben das befragte Eltern auch schon vor Ankunft des zweiten Babys behauptet – und sie haben gelogen, denn: Zwei Kinder sind weit anstrengender als die Summe ihrer Teile. Aber lesen Sie selbst die Erzählung eines Vaters:
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Ich fotografiere, also bin ich.
Ob auf Betriebsfeiern oder in Operationssälen: Sobald ich mit meinem Fotoapparat erscheine, schlägt mir unverhohlene Abneigung entgegen. Noch vor dem Gruß wird mir vielstimmig ein „Mich fotografieren Sie nicht!“ entgegengeschleudert, manch eine (und ja, es sind meistens die Damen) flüchtet sogar in höchst dramatischer Pose.
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Beobachtungen auf dem Campingplatz
Wenn es sich ergibt, habe ich – egal wo – einen kleinen Notizblock und einen Zettel dabei. Ich bin nämlich von Natur aus neugierig und interessiert an fast allem, verfüge allerdings über ein denkbar schlechtes Gedächtnis. Folglich schreibe ich mir alles auf, wovon ich denke, dass ich mich daran erinnern sollte – aus den unterschiedlichsten Gründen. Die Beobachtungen werden, wenn es passt, mit dem einen oder anderen Gedanken zu einer Geschichte geschnürt, manchmal aber lasse ich sie einfach so nacheinander stehen, wie zum Beispiel jetzt.
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