Ich schreibe diese Zeilen an einem Donnerstag um 3 Uhr nachts. Ich kann nicht schlafen, weil: Ich habe Hunger. Riesigen Hunger. Und Durst. Gestern war Aschermittwoch und wie jedes Jahr beabsichtige, die Fastenzeit ernst zu nehmen und mich in Verzicht zu üben.
Kategorie: Glossen und Beobachtungen
Hier frönt Bernhard Krebs seinem vorlauten Mundwerk und dem Faible für Glossen. Dazu gehören humorvolle Beobachtungen, originelle Perspektiven und immer neue Geschichten.
Eine kurze Geschichte des Faschingsballs
„Witzigkeit kennt eine Grenzen.“ Nie traf die Zeile eines Liedes von Hape Kerkeling so sehr die Seele einer Volksgruppe wie in den goldenen Zeiten der 70er und frühen 80er, als die vielzitierte ländliche Region bei ihren Faschingsbällen die „Sau rausließ“, und zwar nicht nur im übertragenen Sinne.
In der Sauna gibt es viel zu schauen…
… und einer schnarcht immer.
Der Bus hat keine Bremsen
Für Oliver Ehrenreich, meinem Freund. Mit dem ich zwar nie Bus fuhr, der für mich aber der Busfahrer par excellence ist.
Es mag an der fehlenden Beinfreiheit liegen, dass in meiner persönlichen Rangliste aller herkömmlichen Möglichkeiten der Fortbewegung eine Fahrt mit dem Bus an letzter Stelle erscheint. Das Privileg, ganz hinten in der Mitte und damit mit reichlich Platz zu sitzen, genoss ich viel zu selten, ebenso das Glückslos, zwei Sitze einer Reihe mein eigen zu nennen. Und ganz vorne rechts, wo die Beine nach vorne baumeln können – nun, das war einfach viel zu nahe an Busfahrer, Lehrer, Reiseleiter und Streber, also nichts für mich.
Lassen Sie uns übers Alter reden…
… und zwar über meines. Ich wähle deshalb diese Form, denn meine Gattin will nicht über mein Alter reden. Ehrlich gesagt, ist sie eher genervt, wenn sie mein Ächzen beim Aufstehen hört – und ist definitiv peinlich berührt, wenn ich gegenüber Jüngeren mein Alter erwähne.
Das Klagelied des Dicken
Ich bin nicht völlig dumm und weiß sehr gut, dass es schlankere und durchtrainiertere Menschen als mich gibt. Außerdem kenne ich den Jo-Jo-Effekt aus persönlicher Erfahrung am und mit dem eigenen Leibe nur zu gut. Und trotzdem: Als ich kürzlich für eine Recherche einen Facharzt für Adipositas (krankhaftes Übergewicht) interviewte, trafen mich sein kurzer Blick und ein flüchtig dahingesagter Nebensatz bis ins Mark …
Der Mann, das ewige Kind
Frauen sind zum Erziehen geboren, den Männern ist es bestimmt, ewig ein Kind zu bleiben.
50 Euro gehen ihren Weg
Jetzt sagen Sie mal: Wo ist das Geld geblieben? Ihres, meines, seines, eures, unseres?
Und über was sprechen Sie?
Als ich kürzlich in einer Diskussionsrunde mal wieder so richtig in Fahrt war und angesichts der Fülle meiner Argumente keinen ausreden ließ (ich wusste eh, was die anderen sagen würden), meinte ein guter Bekannter, der bei solchen Gelegenheiten gerne still dem Wettstreit der Worte und Meinungen folgt, wohlmeinend zu mir: „Zuhören ist nicht unbedingt deine Leidenschaft.“ Er hätte statt „Leidenschaft“ auch das Wörtchen „Stärke“ verwenden können, es hätte noch besser gepasst.
Kontakte im Urlaub knüpft man am besten am Abendbuffet beim Dessert
Ich bin einerseits gerne allein und andererseits ein höflicher Mensch. Ich mag oft keine Leute und bin zwischendurch gerne in Gesellschaft. Ich brauche häufig meine Ruhe – und hin und wieder Ansprache.
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