Eine gute Freundin von mir trinkt morgens zwei Tassen starken Kaffee, gönnt sich mittags mindestens drei Portionen Grünen Tee und schließt den Tag abends gerne mit einem Kräutertee ab. Sie ist dabei flexibel, wechselt die Tee- und Kaffeesorten nach Gusto, ebenso wie die Tageszeiten des Genusses. Meine gute Freundin ist eine Ausnahme, denn die meisten Menschen sind entweder Tee- oder Kaffeetrinker und das nicht selten ein Leben lang.
Mit der Hantel vor dem Spiegel
Als ich heute Morgen an die Schulterpresse ging und merkte, dass für mich 30 Kilogramm zu viel aufgelegt/eingestellt waren, fragte ich mich wieder einmal, warum ich es zulasse, dass man mir bereits um 6:30 Uhr meine Würde nimmt. Die Gewissheit, dass mein Vorgänger an diesem Fitness-Gerät 30 Zentimeter kleiner war als ich, machte die Sache nicht besser.
Über das Scheitern im Kleinen
Die meisten Menschen, die ich kenne, besitzen die Fähigkeit, sich Dinge schönzureden. Ihr Blick auf sich und das Erlebte, auf ihre Leistung und ihre Erfolge ist unterm Strich immer positiv, Niederlagen werden gerne mal dem anderen untergeschoben. Ich besitze diese Fähigkeit leider nicht, weshalb mir die Ironie zum liebgewonnenen Überlebensprinzip geworden ist – und ist es natürlich der Hauptgrund, warum ich schreibe.
Die Tänzer in der Gischt
Weil die Eltern arbeiten mussten, hatte sich der Großvater Zeit genommen, um mit seinen beiden Enkelkindern, einem Mädchen und einem Jungen, ans Meer zu fahren. Einen ganzen Tag wollten sie an der Nordsee gemeinsam im Sand buddeln, am Strand und über die Dünen laufen, nach Wattwürmern graben, den Möwen zuwinken, die mitgebrachten belegten Brote und Kuchenstücke essen, Ball spielen und wenn der Wind stark genug sei, auch ihre bunten Drachen steigen lassen.
Ich hätte so gerne zwei Hühner. Oder eine Schildkröte.
Ich wohne in einer Kleinstadt in einer, wie man so schön sagt, ländlichen Region. Ich wohne in einer idyllischen Siedlung in einem schmucken Haus UND: Ich habe keine Haustiere. Weil ich der Einzige im Umkreis von mehreren Kilometern bin, ist dies durchaus eine Nachricht wert.
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Campen …. oder über die Entschleunigung
Um einem Missverständnis vorzubeugen. Ich schreibe hier nicht von den letzten Abenteurern unserer Tage, die mit Wandergitarre, frierend, Dackelgarage (nicht regenfest) am Straßenrande, der Sonne und der Freiheit entgegen ziehen, um am Abend bei einer aufgewärmten Dose Ravioli mit verträumtem Blick ins lodernde Lagerfeuer über den Sinn des Lebens zu sinnieren.
Aus dem Leben eines Kommunalpolitikers: Noch ein Stück Torte? Oder doch lieber zwei Weißwürste?
Bürgermeister in kleineren Gemeinden werden im Laufe ihrer Amtszeit in der Regel dick. Mögen sie auch noch so rank & schlank ihre kommunalpolitische Karriere begonnen haben, es gibt für sie kein Entrinnen: Früher oder später sind sie ein 3XL-Bürgermeister.
Im Verteiler des Unternehmens
Vorneweg: Es soll Firmen geben, in denen jeder genau die Nachricht erhält, die für ihn gedacht ist. Und keine mehr. Es soll auch Firmen geben mit einem souveränen Management, das tatsächlich meint, was es sagt. Es delegiert Aufgaben, lässt sich deshalb von E-Mail-Verteilern streichen – und beschwert sich im Nachhinein nicht darüber, dass es Nachrichten nicht erhalten hat.
Campen oder die Melodie der Reißverschlüsse
Die menschliche Gemeinschaft und das kurze Dasein des Homo Sapiens ist eine Aneinanderreihung n verschiedenster Mikro-Kosmen und Sub-Kulturen, in denen sich mehr oder weniger Gleichgesinnte herumtreiben und ihre Bestimmung finden. Hobbyisten sind solche, Fußballfans, Mopedfahrer und Star Treck-Junkies auch.
Die Glocke und der Gockel
In einem Dorf hing an einem dicken Seil eine große, herrlich anzuschauende Glocke, die ein sehr friedliches Leben führte. Pünktlich läutete sie zur halben und zur vollen Stunde und bestimmte so die Tage der Dorfbewohner. Vor dem Gottesdienst kündigte ihr Läuten den Menschen an, dass sie ihr besten Gewand anziehen sollten, zur Wandlung diente ihr Läuten all jenen als Mahnung, die nicht in der Kirche waren.
