Ich habe einen Traum: Ich bin Kandidat bei „Wer wird Millionär“. Ich habe mich bis zur Eine Million Euro-Frage durchgewurstelt, alle Joker sind verbraucht – und Günther Jauch fragt mich mit einem gemeinen Grinsen: „Was bedeutet ‚mactāre‘?“. Wie aus der Pistole geschossen schleudere ich ihm „opfern, ehrenvoll beschenken, schlachten“ entgegen, die Fanfare ertönt, das Glitter-Konfetti regnet auf mich hinab und ich bin auf einen Schlag stinkereich.
Was nach dem Tod bleibt … drei Trauertexte
Etwas zu schaffen, was das eigene Leben überdauert, treibt viele Menschen an. Sie schreiben, komponieren, bauen Häuser und vieles mehr – und täuschen sich in ihrem Vorsatz angesichts der Millionen Jahre, die noch kommen. Wenn etwas bleibt, dann nur für die nächste Generation. Aber auch das ist wichtig.
Spazieren, Yoga und Hullern … (Pandemie-Beobachtungen, Teil 3)
Was mache ich im Lockdown, was ich zuvor selten bzw. nie gemacht habe? Welche wunderlichen und bunten Blüten lässt die Pandemie im Menschen gedeihen? Eine davon ist die Renaissance des Hula-Hoop-Reifens, eine andere der tägliche Spaziergang. Ich bewundere die Damen, wenn sie auf Facebook und Instagram „hullern“, denn mir würden mit dem Reifen um den stattlichen Bauch keine zwei Umdrehungen gelingen. Ich bin eher der Typ für den gemächlichen Fortgang auf zwei Beinen.
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Als der Tisch nach dem Essen noch nicht abgeräumt wurde
Eine meiner frühesten Kindheitserinnerungen an größere Familientreffen wird von meiner Mutter geschrieben, die sich nach jeder Mahlzeit herrlich darüber aufregen konnte, dass Großonkel Wenzel den Tisch abräumte, kaum hatte man den letzten Bissen vertilgt (oder auch nicht).
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Tod und Trauer. Fragen und Antworten.
Trauertexte schreiben, fürwahr eine seltsame Passion. Und in meinem Fall auch ein überraschendes Talent, denn es ist nicht so, dass ich das Thema gesucht habe. Das Gegenteil ist der Fall.
Weil ich so groß bin.
Beginnen wir mit einer Klarstellung, die – einem Naturgesetz gleich – stets folgt, wenn meine Größe zur Sprache kommt: Sollte ich behaupten, „Ich bin groß“, meine ich natürlich, dass ich körperlich hochgeschossen, sprich lang bin. Ich würde mir nie bzw. nur selten anmaßen, hier eine geistige Größe ins Spiel zu bringen oder gar eine „große Persönlichkeit“.
Neu: Ein kleines Manager-Brevier – Geschichten, Anekdoten und Glossen
Manchmal sitze ich mit Bekannten und Freunden in einer Kneipe und dann reden wir früher oder später von unseren Jobs. Einige von uns sind Geschäftsführer*innen und Vorgesetzte, andere selbstständig, nicht wenige Angestellte in Konzernen oder mittelständischen Betrieben.
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Mit Ritualen die Trauer erträglich machen
„Die Zeit heilt alle Wunden“, sagte einmal ein guter Freund zu mir. Er hatte sich getäuscht, denn die Zeit heilt die Wunden nicht, aber sie macht die Schmerzen zumindest erträglich. Dabei helfen Rituale, von denen folgende drei Trauertexte erzählen.weiterlesen„Mit Ritualen die Trauer erträglich machen“
Spät aufstehen, früh trinken … (Pandemie-Beobachtungen, Teil 2)
„Es kommt auf die Perspektive an.“ Aus dieser, von Albert Einsteins Relativitätstheorie abgeleiteter Erkenntnis kocht die Pandemie gerade ein hochexplosives Konzentrat menschlicher (Nicht-)Gemeinschaft. „Es kommt auf die Perspektive an“ – noch vor der Angst einer Erkrankung gärt in mir die Unsicherheit, was denn nun der beste Weg aus dem Virus-Dilemma ist.
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Grabinschriften – ungewöhnlich, einzigartig und oft reine Geschmackssache.
Trinkt doch bitte einen Becherovka auf mich! – Sein vorlautes Mundwerk lebt weiter. – Mit der Rettung der Welt wird es jetzt wohl nix mehr. – Keine Ahnung, wo ich jetzt bin… – Kann ich nicht einmal hier meine Ruhe haben?
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