„Geiz ist geil“ – nie war ein Werbespruch verlogener. Nicht, weil er den Geiz und die Hatz auf Billiges zum Prinzip erhebt, sondern weil er das genaue Gegenteil im Sinn hat. Der wahrhaft Geizige nämlich wird sich nämlich nicht wie die Rabatt-Lemminge dazu verführen lassen, unnötig Geld auszugeben. Er wird es behalten. Punkt.
Schlagwort: Alltagsgeschichte
Heute machen wir mit der Familie eine Wanderung!
An den Kindern merkt man, wie schnell die Zeit vergeht. Und sie werden so unglaublich schnell groß. Beide Beobachtungen lassen sich an unzähligen Beispielen beweisen, eines davon ist die Wanderung mit dem Nachwuchs, die entlang ihres fortschreitenden Alters ebenfalls einen evolutionären Prozess durchläuft. Nach intensiven Recherchen konnte ich hier insgesamt sechs Phasen identifizieren:
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My home Is my castle
Auf dem Klingelschild an unserem Haus steht „Krebs“, auf dem Briefkasten auch. Schlicht und schnörkellos, allerdings haben sich meine Frau und ich bei der Hausnummer eine Extravaganz geleistet: Die Zahl „16“ prangt nicht in Ziffern., sondern als Wort in Schönschrift an der Schlumpf-blauen Fassade (die Farbe kommt daher, dass … aber das ist eine andere Geschichte). Unsere beiden Söhne finden jedenfalls ebenso wenig Erwähnung wie unsere Vornamen oder der Titel „Familie“. Manchmal fühlen wir uns deshalb schlecht und schuldig.
Als die Familie noch gemeinsam Fernsehen schaute, Teil 1
Ich bin kein großer Freund der „Früher war alles viel besser“-Attitüde. Mit einer Ausnahme: Es waren bessere Zeiten, als es im Fernsehen nur drei Programme gab und die Fernbedienung noch nicht erfunden worden war. Genau: Ich bin Jahrgang 1964.
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So schlimm war es noch nie!
Lauter Deppen! Nur noch Idioten unterwegs?! Man sollte sie allesamt einsperren! Habt Ihr den Schuss nicht gehört!? Ich habe es schon immer gesagt!
Ich verlaufe mich oft und gerne
„Umwege erhöhen die Ortskenntnis“, gehört zu den Lebensweisheiten, die oft zitiert werden, aber keinen Ursprung haben. Außerdem heißt ein Roman von Markus Seidel so, der seit vielen Jahren ungelesen in meinem Bücherregal steht. Ich hatte ihn gekauft, weil mir der Titel gefällt, vielleicht interessiert mich auch irgendwann der auf der Rückseite beworbene Inhalt.
Über das langsame Kompostieren im Homeoffice
Allein, allein, ich bin allein. So ungeheuer allein. Heute in aller Früh rief ich noch „Ich will raus, endlich raus!“, wenige Stunden später denke ich mir: „Dazu müsste ich aber aufstehen und mich anziehen“. Zwei gute Gegenargumente, wie ich gerade finde – und während ich träge auf das nächste virtuelle Meeting via Teams warte. Oder war es via Zoom?
Mein schlechtes Gedächtnis und ich
Ich habe einen Traum: Ich bin Kandidat bei „Wer wird Millionär“. Ich habe mich bis zur Eine Million Euro-Frage durchgewurstelt, alle Joker sind verbraucht – und Günther Jauch fragt mich mit einem gemeinen Grinsen: „Was bedeutet ‚mactāre‘?“. Wie aus der Pistole geschossen schleudere ich ihm „opfern, ehrenvoll beschenken, schlachten“ entgegen, die Fanfare ertönt, das Glitter-Konfetti regnet auf mich hinab und ich bin auf einen Schlag stinkereich.
Spazieren, Yoga und Hullern … (Pandemie-Beobachtungen, Teil 3)
Was mache ich im Lockdown, was ich zuvor selten bzw. nie gemacht habe? Welche wunderlichen und bunten Blüten lässt die Pandemie im Menschen gedeihen? Eine davon ist die Renaissance des Hula-Hoop-Reifens, eine andere der tägliche Spaziergang. Ich bewundere die Damen, wenn sie auf Facebook und Instagram „hullern“, denn mir würden mit dem Reifen um den stattlichen Bauch keine zwei Umdrehungen gelingen. Ich bin eher der Typ für den gemächlichen Fortgang auf zwei Beinen.
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Spät aufstehen, früh trinken … (Pandemie-Beobachtungen, Teil 2)
„Es kommt auf die Perspektive an.“ Aus dieser, von Albert Einsteins Relativitätstheorie abgeleiteter Erkenntnis kocht die Pandemie gerade ein hochexplosives Konzentrat menschlicher (Nicht-)Gemeinschaft. „Es kommt auf die Perspektive an“ – noch vor der Angst einer Erkrankung gärt in mir die Unsicherheit, was denn nun der beste Weg aus dem Virus-Dilemma ist.
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