In meiner Garage stand noch niemals ein Auto. Das liegt auch daran, dass hier zu viele andere Dinge den vorhandenen Platz einnehmen, der eigentliche Grund ist aber: Sie ist zu klein. Es ist nämlich nur eine Ein-Auto-Garage neben unserem Haus. In herkömmlicher Modulbauweise nach DIN-Maßen her- und hingestellt, soll sie nach ihrer ursprünglichen Bestimmung einem Mittelklassewagen und an der Stirnseite einem Regal mit 30 Zentimeter Tiefe Platz bieten.
Gedanken im verregneten April
Da wir gerade unseren Wallnussbaum umgepflanzt haben, sind wir froh darüber, dass es seit Tagen regnet. Wenn ich allerdings aus dem Fenster schaue, bezweifle ich, ob der Regen den Meisen, Spatzen und Amseln, die offensichtlich gerade mit dem Nestbau beschäftigt sind, ebenfalls Freude bereitet. Zumindest finden sie leichter Würmer. Ich habe dafür die nötige Zeit und Muße, spontane Gedanken in Worte zu fassen:
Ich wär´ so gern ein stolzer Papa!
… folgende Geschichte ist viel kürzer als die darin beschriebenen Abende.
Eine sehr kurze Geschichte: Die „Mag ich nicht“-Bande
Sophie mag keinen Sport und trifft auf Lene, die ihre Flöte hasst. Paul ekelt sich vor Tomaten und Lukas hat gar keine Lust zum Lesen. Tom mag keine Fahrradtouren und Lucy verabscheut die Kleidchen, die sie anziehen soll. Und alle zusammen werden dafür jeden Tag von ihren Eltern geschimpft.
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Eins plus eins ist viel mehr als zwei
Ein Bericht von Eltern, die gerade ihr zweites Baby bekommen haben. Es sind die Erfahrungen von nahezu allen Familien in einer solchen Situation, angeblich soll es beim dritten Kind besser werden. Allerdings haben das befragte Eltern auch schon vor Ankunft des zweiten Babys behauptet – und sie haben gelogen, denn: Zwei Kinder sind weit anstrengender als die Summe ihrer Teile. Aber lesen Sie selbst die Erzählung eines Vaters:
Ich fotografiere, also bin ich.
Ob auf Betriebsfeiern oder in Operationssälen: Sobald ich mit meinem Fotoapparat erscheine, schlägt mir unverhohlene Abneigung entgegen. Noch vor dem Gruß wird mir vielstimmig ein „Mich fotografieren Sie nicht!“ entgegengeschleudert, manch eine (und ja, es sind meistens die Damen) flüchtet sogar in höchst dramatischer Pose.
Beobachtungen auf dem Campingplatz
Wenn es sich ergibt, habe ich – egal wo – einen kleinen Notizblock und einen Zettel dabei. Ich bin nämlich von Natur aus neugierig und interessiert an fast allem, verfüge allerdings über ein denkbar schlechtes Gedächtnis. Folglich schreibe ich mir alles auf, wovon ich denke, dass ich mich daran erinnern sollte – aus den unterschiedlichsten Gründen. Die Beobachtungen werden, wenn es passt, mit dem einen oder anderen Gedanken zu einer Geschichte geschnürt, manchmal aber lasse ich sie einfach so nacheinander stehen, wie zum Beispiel jetzt.
Männerfreundschaften: (nur) der Versuch einer Erklärung
Ein Thema mit großem, sich herzhaft auf die Schulter klopfenden, Klischeepotential.
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Eine Frage der Perspektive: faul oder nicht.
Ein Eingeständnis, das die meisten Menschen, die mich kennen, nicht überraschen wird: Ich bin eine lebendig gewordene Provokation. Einer, der von Natur aus widerborstig und gerne unabhängig ist, und der sein renitentes Wesen pflegt, wenn ihn der Erziehungsauftrag anderer einholt. Ich will gar nicht abstreiten, dass mich hin und wieder die Bosheit dazu treibt, meist aber ist meine Ignoranz nicht gegen einen anderen gerichtet, sondern einfach nur mit mir selbst beschäftigt.
Eine kleine Fibel „Gemeinderat“, Teil 4: Die allerletzte Sammlung
Die Beratungen über den anstehenden Haushalt einer Gemeinde und dessen Verabschiedung gelten als Königsdisziplin der Kommunalpolitik bzw. Gemeinderatsarbeit. Seltsam nur, dass 90 Prozent der Ratsmitglieder dabei nicht zuhören, manche sollen sich sogar derweil ein Nickerchen gönnen.
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