Als ich kürzlich gefragt wurde, wohin ich in diesem Jahr in den Urlaub fahren würde, kam die Antwort wie aus der Pistole geschossen: In den Europapark nach Rust natürlich.
Das mag auf den ersten Blick noch nicht unbedingt seltsam klingen, sorgte aber beim Gegenüber für größere Verwunderung – wohl angesichts dessen, dass unsere Söhne bereits 21 und 18 Jahre und ich selbst rüstige 62 Jahre alt sind. Die beste Mutter von allen ist jünger als ich, viel wichtiger aber: Sie ist von uns dreien die Härteste im Nehmen.
Und gemeinsam fahren wir seit vielen, vielen Jahren in Freizeitparks.
Begonnen hat es allerdings bereits viel früher, als in mir in frühester Kindheit der Traum keimte, dass ich einmal in meinem Leben Disneyland besuchen möchte. Es war vollkommen egal, dass ich damals noch nicht wusste, dass es neben dem Disneyland im kalifornischen Anaheim ein Disney World in Orlando/Florida gab (alle anderen Disney-Ableger kamen erst viel später) – egal, ich wollte hin und Donald Duck und Goofy treffen. Später schloss ich außerdem eine imaginäre, sehr innige Freundschaft mit Winnie-the-Pooh, dem Bären von schlichtem Gemüt.
2001, im Alter von 37 Jahren (!), war es dann endlich so weit: Mit meiner damaligen Freundin, die später meine Frau und die beste Mutter von allen werden sollte, machte ich mich auf nach Florida, zu unserem Urlaub gehörte neben einem Roadtrip durch Florida bis zur Südspitze von Key West eben der Abstecher nach Orlando – und zwar zweimal, zuerst Walt Disney World und am nächsten Tag die Universal Studios.
Und JA, ich schüttelte Donald Duck die Hand und hatte dabei Tränen in den Augen.
Und dann wurden die Jungs geboren, 2004 Noah und 2007 Merlin. Gerade der Ältere war als Kleinkind ein sehr vorsichtiges kleines Kerlchen, der sich auf keine hohe Rutsche traute und vor Achterbahnen eine Heidenangst hatte. Das sollte sich ändern.
Nicht zuletzt, weil der Garten unserer gemieteten Doppelhaushälfte in München die Größe von zwei ausgelegten Badetüchern hatte, suchten die (nicht mehr ganz so jungen) Krebs-Eltern bald Kurzweil u.a. in diversen Freizeitparks.
Nebenbei erwähnt: Unsere Hochzeitsreise führte uns 2006 nach Günzburg ins Legoland, wo wir mit dem zweijährigen Noah vor allem in der „Safari Tour“ Runde um Runde drehten. Der Kleine juchzte vor Freude, seine Eltern waren glücklich.
Wir steigerten uns langsam – und mit dem zunehmendem Alter der Jungs wurden auch die Achterbahnen größer und gefährlicher. Der „Game Changer“, wie die nächste Generation es nennt, war der erste Besuch des Europaparks 2014. Ich hatte mich eine Zeitlang gewehrt, weil mir angesichts des Disneyland-Vorbildes die Thematisierung „Europa“ wenig aufregend schien – und allein die Bilder der „Silver Star“-Achterbahn meine Höhenangst in dramatische Höhen steigen ließ.
Bei der Premiere sorgte dann auch die erste Fahrt mit „Wodan“ und dem „Blue Fire Megacoaster“ dafür, dass in den folgenden Jahren die Fahrt in der „Schweizer Bobbahn“ mein extremstes Erlebnis in Rust blieb und ich bevorzugt auf der (leider umgewidmeten) „Dschungelfahrt“ zu finden war.
Unser Familienurlaub war, ist und bleibt der Europapark Rust. Seit Beginn an kaufen wir nach einer Fahrt in einer unserer Lieblingsbahnen „Arthur“ das Foto, das am Ende der Fahrt gemacht wird. Kürzlich ist uns aufgefallen, dass wir immer in der gleichen Reihe sitzen – in jedem Fall aber sind die vielen Fotos ein herrlich sentimentales Dokument, wie die Jungs groß geworden sind und wie wichtig uns (trotz großen Freiheitsdrangs aller) Familie ist.
Wo wir bereits waren, die Freizeitparks in Deutschland:
- Europapark Rust
- Legoland in Günzburg
- Playmobil Funpark
- Bayern-Park
- Skyline Park
- Churpfalzpark
- Märchenwald im Isartal
- Freizeitpark Pullman City
- (Nur Noah) Phantasialand
- (Nur Bernhard) Heide Park Resort Soltau
Natürlich waren wir auch häufig in einem Zoo:
Ein Urlaub mit Kindern am Gardasee addierte zwei weitere Parks in unsere Liste:
USA, Frankreich, Japan: Selbstverständlich waren wir auch international in Freizeitparks unterwegs 😉:


















