USA Roadtrip Tag 35: Palo Alto. San Francisco. Oracle Park

Und manchmal machen Menschen etwas, wofür ich ihnen ein Leben lang dankbar sein werde – wie meinem Schwager Fritz Köhler, der uns Karten für ein Baseball-Spiel der San Francisco Giants organisierte.

Als wir uns zum ersten Mal Gedanken darüber machten, Susannes Schwester und ihre Familie in Palo Alto zu besuchen, stand für mich auch sofort ein besonderer Wunsch fest: Wenn sich die Chance ergeben sollte, möchte ich einmal in meinem Leben ein Spiel in einer typisch US-amerikanischen Sportart live erleben.

Football, Basketball oder Baseball, es war mir egal. Da während unserer Tage in Palo Alto aber die beiden Erstgenannten Saisonpause hatten, organisierte Fritz eigens Karten für ein Baseball-Spiel der San Francisco Giants gegen die San Diego Padres in der Western Division der Major League Baseball. Die Regeln von Baseball waren mir natürlich sehr fremd, aber wir hatten mit Fritz und Justin zwei Experten und ich mit Noah einen Sohn, der schnell verstand und es mir erklärte.

Nach einem ausgedehnten Frühstück mit Unmengen French Toast von Tante Gabi, mit denen sie ihre Neffen glücklich machte, brechen wir mit dem Auto nach San Francisco auf, wo wir vor Ort die traditionell verspäteten Hanna, Justin samt Freund Gunther treffen. Die Stimmung vor und im imposanten Oracle Park ist gigantisch – und sehr entspannt, denn dank riesiger Video-Leinwand und mindestens drei Wiederholungen bei jedem gelungenen Schlag/Spielzug versäumt man nichts.

Eine Besonderheit des Oracle Parks: Er liegt direkt an der Bay, auf dem Wasser (von der Kamera und den Zuschauern im Stadion beobachtet) warten Paddler und Kanuten darauf, dass der Ball bei einem Homerun über das Stadion hinaus ins Wasser fällt. Und das passiert tatsächlich auch, denn bei den ersten beiden Innings gibt es untypischerweise gleich drei (von insgesamt vier) Homeruns – und davon zweimal fliegt der Ball in die Bay. Das Spiel geht letztendlich 4:8 verloren (unser Lieblings Giants-Spieler ist übrigens Kevin Pillar, aber es scheint, es macht den wenigsten Zuschauern etwas aus….

… womit wir zu einem typischen Unterschied zu deutschen Fans kommen – und der Verwunderung unserer US-amerikanischen Gastgeber über das Verhalten von Noah und mir: Wir schauen nämlich konzentriert dem Spiel zu und wissen zu jedem Zeitpunkt, wer gerade als Pitcher (Werfer) oder Batter (Schlagmann) dran ist und wie es steht. In den USA macht man das offensichtlich nicht, viel mehr kümmert man sich um Essen, Trinken, Plaudern und das Rahmenprogramm, Dance-Cam inklusive. Glücklicherweise ist Gabi tolerant, so dass sie unsere ignoranten Reaktionen auf ihre Gesprächsangebote gelassen hinnimmt – und sowieso mit ihrer Schwester die viel bessere Partnerin im „Was interessiert mich das Spiel“-Modus besitzt.

Nach dem Spiel (Fritz akzeptiert stoisch ein Knöllchen wegen Falschparken) fahren wir alle zusammen zurück zu den Köhlers nach Palo Alto, bestellen beim Chinesen Essen und verbringen einen vergnüglichen Abend am und im Pool. Für die Jungs ist das einmal mehr ein Riesenspaß, zumal sie diesmal von Justin und Günthers Schultern ins Wasser springen dürfen. Und wir können SPIKEBALL spielen, weil Hanna das kaputte Geburtstagsgeschenk von Merlin umtauschen konnte.

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