USA Roadtrip Tag 27: Hollywood Hills. Hollywood Sign. Walk of Fame. Venice Beach

Nur ein halber Tag für Los Angeles und Hollywood? Nun, das ist definitiv zu wenig. Und doch ausreichend genug unter unserer Roadtrip-Maxime „Less is more“.

Die 80 Kilometer von Anaheim zum Hollywood RV Park legen wir schneller zurück als befürchtet – und treffen dort nicht nur auf eine sehr schnuckelige Anlage mit vielen Dauercampern (was man an den Vorgärten unschwer erkennt), sondern auch auf wirklich nette Hausherren. Sie lassen uns nicht nur um 12:30 Uhr schon rein, sie helfen uns auch, unseren Camper in Millimeterarbeit in den engen Stellplatz zu lotsen.

Der RV Park wirkt sehr aufgeräumt, besitzt hübsche, kitschige Details und farbenfrohe Gemälde an den Mauern – und verfügt über saubere Sanitäranlagen. Was will man mehr?!

Gabi ist auch schon da. Wir machen uns in aller Ruhe fertig und dann auf den Weg zum HOLLYWOOD-Sign bzw. zur Straße/zum Parkplatz, von dem wir einen sehr guten Ausblick sowohl hinunter in die Stadt als auch hinauf zum Wahrzeichen der US-amerikanischen Filmindustrie haben. Natürlich müssen Fotos gemacht werden, die Stimmung bei herrlichem Wetter ist generell sehr entspannt.

Habe ich schon einmal geschrieben, wie unglaublich komfortabel es ist, eine Schwägerin zu haben, die fröhlich und maximal hilfsbereit für uns Taxi spielt? (Nicht nur) die Jungs sind von „Tante Gabi“ begeistert, im Gegensatz zu mir (und als erfahrene Achterbahn-Fahrer) rutscht ihnen allerdings angesichts des „kreativen Fahrstils“ unserer Fahrerin das Herz nicht in die Hose, sondern juchzen sie in jeder Straßenkehre laut auf! Die Fahrt durch die Serpentinen der Hollywood Hills – auch sie werde ich immer in Erinnerung behalten.

Mittlerweile sehr entspannt, habe ich nicht so viele Wünsche, aber einer davon ist es, einmal den WALK OF FAME entlang zu laufen. Der berühmteste Bürgersteig der Welt am Hollywood Boulevard ist – wenig überraschend – gar nicht so glamourös wie in den eigenen Träumen und ist inmitten des hektischen, touristischen Trubels samt Unmengen von Straßengrills (wobei nichts appetitlich aussieht) wenig von einem besonderen Hollywood-Flair zu spüren; weil ich mir aber auch mit 55 Jahren mein unschuldiges Staunen bewahrt habe, hüpfe ich mit den Jungs begeistert von Stern zu Stern – und freue mich mit ihnen, die Sterne u.a. von Marylin Monroe, Charles, Chaplin & natürlich von Winnie Pooh zu entdecken. Ich finde es einfach aufregend, dort entlang zu gehen (siehe auch Route 66), wo die Stars mit einem Stern verewigt wurden.

Beim kurzen Shopping im HARD ROCK CAFE direkt am Hollywood Boulevard (und über unserer Parkgarage) bekommen Noah ein T-Shirt und Plektrons, Merlin ein Cap und Sticks – und Susanne endlich ihre Handytasche. Danach nehmen wir uns noch etwas Zeit für das Hollywood & Highland Center, denn dort gibt es einen prima Ausblick auf das HOLLYWOOD Sign. Und natürlich müssen Gabi und die Jungs noch eine große Treppe hinunterlaufen, auf der angeblich die Filmstars erscheinen, wenn es danach zur Oscar-Verleihung geht.

Less is more. Wir haben uns etwas in der Zeit und in der Entfernung verschätzt: Die Fahrt auf dem Santa Monica Boulevard (am Ender der Route 66, der u.a. den Rodeo Drive kreuzt und Beverly Hills streift) dauert viel länger als erwartet. Ohne Zwischenstopp fahren wir bereits in der Abenddämmerung am lauten und schicken Santa Monica Pier vorbei und landen schließlich zur hereinbrechenden Nacht am VENICE BEACH. Statt Muscles, Skatern und halbnacktem Jungvolk eine sehr besondere Stimmung, in der das Glitzern des Tages und das Elend der Nacht aufeinandertreffen.

Unser Spaziergang die Promenade entlang: Noch etwas zu Ende gehende Live-Musik, Party auf dem Strand, Helikopter mit Suchscheinwerfern, frei verkäufliches Dope und Original Döner aus Berlin. Zurück am sündteuren Parkplatz (25 US-Dollar) fahren wir zurück und sind gegen Mitternacht hundemüde an unserem Camper.

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