Tag 1: Einmal von München nach San Francisco – unser USA Roadtrip beginnt

Ein Reisebericht, gewidmet Gabi und Fritz, den besten Gastgebern der Welt.

Ein kurzes Vorwort: Ich tippe (ziemlich verspätet) den, während der Reise handschriftlich aufgezeichneten, Bericht unseres Roadtrips im Sommer 2019 ein Jahr später in den PC. Die Corona-Pandemie ist weltweit ausgebrochen, an Flugreisen ist 2020 nicht zu denken. Im Nachhinein bin ich sehr dankbar darüber, dass wir unseren „Traum“ ein, zwei Jahre gegenüber unseren ursprünglichen Planungen vorgezogen haben – und das nur, weil ich 2018 in der Notaufnahme des Krankenhauses (es war glücklicherweise nur die Galle) Susanne eindringlich gebeten habe, die Reise vorzuziehen, wenn ich wieder heil aus der Klinik käme. Noch am Abend, als ich operiert worden war, hat sie mir einen Kalifornien-Reiseführer vorbei gebracht.

Es geht los. Pünktlich um 11 Uhr steigen wir ins Auto in Richtung München. Susanne hat am Airport München einen Tiefgaragenstellplatz (Kosten rund 250 Euro) reserviert (P20), der nicht nur Sicherheit fürs Auto, sondern auch kurze Wege zum Terminal 2 bietet. Wir geben (mittlerweile geschieht dies alles automatisch) unsere Koffer aus und essen Pizza in der „bagutta“. Check-in, Passkontrolle, Boarding – alles ist kurzweilig, weil wir zum einen sehr aufgeregt sind und es zum anderen genügend Bummelmöglichkeiten gibt.

Um 16 Uhr startet der Airbus, wir haben die Plätze 29 und 29, jeweils H und K. Das bedeutet: Zweimal sehr viel (und kostenpflichtige) Beinfreiheit, was Noah und mir einen Flug ohne Qualen beschert. Im Gegenteil vergehen die knapp 12 Stunden Flug sehr zügig mit zwei Mahlzeiten (Hähnchen in Zitrone und Rind asiatisch mit Pasta), zwei Gläsern Wein und der Auswahl zwischen vielen Filmen. Bei mir ist es u.a. „Fighting with my family“, war lustig.

19 Uhr Ortszeit. Die Einreise und Passkontrolle verlaufen schneller als befürchtet (nur der kritische Blick und ein lakonisches „A very long vacation“ der Dame am Schalter trieb kurzfristig den Puls hoch) – und dann sind wir endlich in Kalifornien! Auf dem Seitenstreifen vor dem Airport, wartet im Auto schon Gabi, die „Tante aus Amerika“, um uns abzuholen; ihre ehrliche Freude und begeisterte Aufregung springen sofort auf uns über. Gabi kutschiert uns den Highway nach Palo Alto, wo sie und ihr Ehemann Fritz ein idyllisch gelegenes, grünes Haus mit großem Garten, großem Pool und Jacuzzi besitzen (Gabi: „Heute könnte man das angesichts der immens gestiegenen Preise in Palo Alto nicht mehr bezahlen.“)

Wie ich es aus den diversen US-TV-Serien kenne: In US-Amerikanischen Häusern gibt es keinen Flur wie in Deutschland, sondern man „fällt“ von der Haustür unvermittelt in den Wohnbereich. Den Flur gibt es erst Richtung Schlafzimmer, Bad und Toilette. Gabi teilt uns eigene Zimmer zu: Susanne & ich in Justins Zimmer, Noah und Merlin in Hannas; da die erwachsenen Kinder direkt in San Francisco wohnen, genießen wir den eigenen Zimmer-Luxus sehr.

Der Abend ist sehr entspannt. Gabi hat für uns extra Spaghetti Bolognese gekocht, ich trinke mich durch die Bier-Sammlung von Schwager Fritz.

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