Ich bin doch nicht alt, oder?

Seitdem ich die 50 passiert habe, entdecke ich an mir zunehmend einen Charakterzug, der mich ziemlich nervt. Ich bin larmoyant geworden. Ein rechter Jammerlappen, der die Jüngeren mit einem „Früher war alles besser“ langweilt und – vergeblich nach Komplimenten fischend – meist ungehört mit seinem Alter kokettiert.  weiterlesen

Der T-Rex im Wald

Gestern bin ich gejoggt. Heute bin ich verletzt. Den stechend-dumpfen Schmerz in der rechten Wade hatte ich gestern bereits nach 100 Meter gespürt, aber ich bin weiter gelaufen. Wenn man das überhaupt Laufen nennen darf, das Verb „walzen“ würde es wohl eher treffen. Oder „stampfen“. weiterlesen

Bitte nur ein einziges persönliches Wort …

Heute erzähle ich die Geschichte eines Bekannten (nach), wie er sie mir glaubhaft berichtete: „Am vergangenen Montag hatte ich einen lang vorbereiteten Geschäftsabschluss zu feiern. Nach ein paar Gläsern besten Schampus im Kreise von jubelnden Kollegen ging ich bestens gelaunt nach Hause, durchströmt von Selbstbewusstsein und der festen Überzeugung, ein stattlicher Hecht im Karpfenteich des Lebens zu sein.weiterlesen

Hommage an …

Eine Bekannte, Heike, stellt Trüffel-Pralinen her. Und weil ich ein Geschichtenerzähler bin, fragte sie mich, was mir denn dazu einfalle. Unweigerlich kamen mir sofort einige Damen in den Sinn …. weiterlesen

Sitzend am Fluss

Das Leben ist ein langer, ruhiger Fluss. So nannte Étienne Chatiliez 1988 seinen Film, den ich allerdings nie gesehen habe, weil mich die Geschichte von vertauschten Säuglingen wenig interessierte. Der Titel des Films aber gefiel mir und gefällt mir noch heute, weil er ein schönes Bild malt – und ich in diesem Bild gerne am Fluss sitze und darauf warte, was da an mir vorbei treibt.weiterlesen

Ich mag keine Menschen

Misanthrop, der: -en; Menschenfeind, -hasser. Misanthropie charakterisiert eine Geisteshaltung, keine Handlungsweise. Ein Misanthrop kann freundlich, sogar gesellig sein, aber schlussendlich meinen: „Ich mag eben keine Menschen“. So wie mein Schwiegervater Hermann, dem ich folgende Zeilen widme.weiterlesen

Raubkatzen, überall Raubkatzen!

Heute Morgen bin ich in der Straßenbahn einem Tiger begegnet. Kurz darauf schrak ich beim Bäcker vor einem mächtigen Leoparden zurück, der sich mit einem Furcht erregenden Ozelot um das gebrezelte Futter balgte. Draußen auf der Straße schließlich flüchtete ich vor einem ganzen Rudel von Wildkatzen – allesamt mit dem mehr oder weniger fülligen Hintern auf mehr oder weniger stämmigen Beinen wackelnd.weiterlesen