Laub rechen…

Ich bin gerne draußen im Garten. Und wenn ich es an dieser Stelle einmal zugeben darf: Könnte ich die Zeit zurückdrehen, dann würde ich gerne Gärtner werden. Nicht zuletzt wegen des Herbstes. Dann bin ich nämlich bevorzugt mit dem Laubrechen zugange.weiterlesen

Das „Piesel-Phänomen“ oder wie sich Zeit im Unendlichen dehnt

Noch 58 Zeilen, die Zeit schreitet zügig voran … und eine Minute hat 60 Sekunden. Der reflektierende Zeit-Experte und häufig Wartende spricht vom Piesel-Phänomen, wenn er in seiner subjektiven Wahrnehmung eine exponentiale Ausdehnung der Zeitspanne wahrnimmt, je mehr er sich dem Ziel einer Angelegenheit nähert. Dabei spielt es keine Rolle, ob es sich um bieseln, piseln oder pieseln handelt (auch pinkeln ist erlaubt).weiterlesen

Abschied von der Myrte

Während ich auf der Terrasse sitze und im T-Shirt diese Zeilen schreibe – es ist genau 12 Uhr mittags -, beginnt unser pensionierter Nachbar pünktlich den Rasen seines Gartens zu mähen. Seine Frau ist in trauter Arbeitseintracht mit dem Schrubben der Gartenstühle beschäftigt, die (verpackt in fünf Schichten Zellophanfolie) den Winter im wohl temperierten Keller verbracht haben. Kennt jemand das Geräusch, wenn eine Stahlbürste über Aluminium schrammt?weiterlesen

Das Schweigen der Menschen

Ende der 70er Jahre übertrat ich, erwartungsfroh und verzweifelt zugleich, die Schwelle vom Kind zum jungen Mann und musste feststellen, dass sich in der Beziehung zu den Mädchen erst einmal nichts änderte. Weil ich die Hoffnung aber nicht aufgab, kaufte ich mir wie meine Altersgenossen großformatige Poster mit eindrucksvollen Fotografien von Naturgewalten (Gewitter und Sonnenuntergänge). Die Mädchen hatten sie aus diversen Katalogen bestellt. weiterlesen