Floskeln im Meeting – gebt mir mehr!

Wer an einem Meeting, das früher „Besprechung“ hieß, teilnimmt, weiß: Nirgendwo wird Zeit in solchen Maßen vergeudet wie bei solchen Gelegenheiten. Nicht nur, dass jeder frei nach Karl Valentins „Es ist schon alles gesagt! Nur noch nicht von allen!“ etwas sagen will – auch die Diskrepanz zwischen Gesagtem und Gemeintem ist kaum höher als in einem Meeting. weiterlesen

Allein in der Schweinderlbahn

Seit ich Vater bin, hat sich mein Verhältnis zu ignoranten Personen deutlich angespannt. Zwar staunte und ärgerte ich mich bereits vorher darüber, wenn sich in Konzerten Leute einfach vor mich platzierten oder Dauergestresste an der Kasse des Supermarktes vordrängelten, aber ich konnte die Emotionen mit kleinen buddhistischen Übungen meist schnell in Griff bekommen. weiterlesen

Ich bin doch nicht alt, oder?

Seitdem ich die 50 passiert habe, entdecke ich an mir zunehmend einen Charakterzug, der mich ziemlich nervt. Ich bin larmoyant geworden. Ein rechter Jammerlappen, der die Jüngeren mit einem „Früher war alles besser“ langweilt und – vergeblich nach Komplimenten fischend – meist ungehört mit seinem Alter kokettiert.  weiterlesen

Der T-Rex im Wald

Gestern bin ich gejoggt. Heute bin ich verletzt. Den stechend-dumpfen Schmerz in der rechten Wade hatte ich gestern bereits nach 100 Meter gespürt, aber ich bin weiter gelaufen. Wenn man das überhaupt Laufen nennen darf, das Verb „walzen“ würde es wohl eher treffen. Oder „stampfen“. weiterlesen

Bitte nur ein einziges persönliches Wort …

Heute erzähle ich die Geschichte eines Bekannten (nach), wie er sie mir glaubhaft berichtete: „Am vergangenen Montag hatte ich einen lang vorbereiteten Geschäftsabschluss zu feiern. Nach ein paar Gläsern besten Schampus im Kreise von jubelnden Kollegen ging ich bestens gelaunt nach Hause, durchströmt von Selbstbewusstsein und der festen Überzeugung, ein stattlicher Hecht im Karpfenteich des Lebens zu sein.weiterlesen